Düdinger Möser

Die Möser bilden einen Moorkomplex von rund 22 ha. Dazu gehören das Düdinger Moos im engeren Sinne, das Ottisbergmoos, das Garmiswilmoos, der Hexenweiher, das Tiefmoos und das Waldeggmoos.
 
Die Möser verdanken ihre Entstehung der letzten Eiszeit. Damals, vor rund 18ʻ000 Jahren, reichte der Rhonegletscher bis in unsere Region. Vor etwa 14ʻ000 Jahren zerfiel die Eiskalotte des Plateaus wegen des immer wärmeren Klimas. Zurück blieben kleine Seen und versumpfte Talebenen.
 
Dank dem milden Klima entwickelte sich eine üppige Vegetation. Totes Pflanzenmaterial wurde nicht vollständig abgebaut, da das Milieu mit Wasser gesättigt war und nur wenig Sauerstoff für die Mikroorganismen zur Verfügung stand. Das tote Pflanzenmaterial sammelte sich an und mit der Zeit verlandeten die Seen. Auf dem neu entstandenen feuchten Festland entwickelte sich ein Bruchwald aus Weiden, Birken und Erlen.
 
Die Entwicklung der Düdinger Möser hätte damit beendet sein können. Doch der Regen wusch die Nährstoffe des Moosbodens in die Tiefe. Da kein Nährstoffeintrag über einen Wasserzufluss stattfand, wurden die Möser allmählich ausgelaugt. Unter diesen Umständen konnten sich die Torfmoose ansiedeln. Sie breiteten sich aus und verdrängten den Wald. Auch die abgestorbenen Torfmoose wurden mangels Sauerstoff nicht zersetzt. Sie sammelten sich an und bildeten Torf.
 
Geschichte
Während des Zweiten Weltkrieges wurden in den Düdinger Mösern mehrere Meter dicke Torfschichten abgetragen und als Ersatz für Kohle zum Heizen verwendet. Um trockenen Fusses den Torf abbauen zu können, wurden Entwässerungsgräben angelegt. Der Torfabbau hat die Entwicklung der Düdinger Möser stark geprägt.
 
In den 70-er Jahren wurden Teile des Gebietes als Abfalldeponie benutzt. Die Torfstichweiher dienten auch der Fischzucht. Heute gefährden die ausgesetzten Fische die einheimischen Amphibien, da sie sich von deren Laich und Larven ernähren. Zu Beginn der 70-er Jahre ging auch der Bau der A12 nicht spurlos an den Mösern vorbei. Sie trennt das Waldeggmoos vom übrigen Moorkomplex ab.
 
1975 erkannte die Öffentlichkeit den ökologischen Wert des Gebietes und stellte es unter Naturschutz. Sechs Jahre später kaufte die Gemeinde Düdingen einen grossen Teil der Möser auf. Um die typischen Pflanzen der Möser zu erhalten, werden heute die Feuchtwiesen gemäht und der Wald zurückgedrängt. Gegenwärtig wird auch überprüft, ob der Wasserstand wieder erhöht werden kann.
 
Einerseits ist die Entstehung der einzelnen Weiher darauf zurückzuführen, andererseits wurde dabei der Wasserspiegel herabgesetzt. Letzteres hat zur Folge, dass der verbleibende Torf langsam zersetzt wird und Nährstoffe freigesetzt werden, so dass Sträucher und Bäume aufkommen, welche die typische Moorvegetation verdrängen.